Am 1. September wird des Überfalls Nazi-Deutschlands auf Polen vor 85 Jahren gedacht. Damit begann der Zweite Weltkrieg. Der 1. September ist ein Tag der Mahnung und des Gedenkens an die vielen Opfer dieses Krieges, aber auch der vielen Kriege, die folgten.
Kriege beginnen immer mit Militarisierung und Aufrüstung. Das ist die Lehre der Weltkriege. Heute wird Aufrüstung wieder normalisiert. Die Bundesregierung will neue atomwaffenfähige US-Mittelstreckenraketen in Deutschland stationieren lassen. Im Gespräch ist die US-Militärbasis Grafenwöhr gerade einmal 70 Kilometer von Erlangen entfernt. Die Mittelstreckenraketen sollen ohne große Vorwarnzeit Ziele in Russland erreichen können. Damit steigt ganz konkret die Gefahr einer nuklearen Konfrontation.
Gleichzeitig sind es nicht die Politiker und die Besitzer der Rüstungsschmieden, die in den Krieg geschickt werden, sondern wir, die lohnabhängige Bevölkerung. Die Bundesregierung plant dazu die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Wir sagen: Wir sterben nicht für eure Profite.
Als Linke sagen wir Nein zu Militarisierung und Aufrüstung. Statt Rüstungsexporten, neuen Raketen in Deutschland und der Wehrpflicht fordern wir die Finanzierung von bezahlbarem Wohnraum, ein gutes Gesundheitssystem für alle und einen sozialen Klimaschutz, der Menschen mit wenig Geld unterstützt, statt sie noch ärmer zu machen.
Deshalb beteiligen wir uns am 1. September an der Kundgebung "Friedensfähig statt kriegstüchtig" des Deutschen Gewerkschaftsbunds und des Erlanger Bündnisses für den Frieden. Los geht's um 17:00 Uhr auf dem Hugenottenplatz.
