Wir im Eckentaler Marktgemeinderat
Bei der Kommunalwahl am 08. März erhielt unsere Liste 3,6% der Stimmen. Damit konnten wir bei unserem ersten Antritt ein Mandat gewinnen. Hier stellt sich unsere Gemeinderätin Sara Kircher vor.
Konstituierung des Marktgemeinderats
Mit Sara Kircher
Am Dienstag, den 19. Mai 2026 wurde es historisch. Mit Sara Kircher wurde zum ersten Mal in der Geschichte Eckentals eine linke Gemeinderätin vereidigt.
Neuer Schwung in Eckental: Die Linke startet mit zwei Anträgen und einem klaren Auftrag für Transparenz und bezahlbares Wohnen
Seit dem 19. Mai ist es offiziell: Mit Sara Kircher zieht erstmals eine Gemeinderätin der Partei Die Linke in den Marktgemeinderat Eckental ein. Und sie kommt nicht, um leise zu sein. Gleich zur ersten Sitzung reichte sie zwei der drei vorliegenden Anträge ein. „Die Eckentalerinnen und Eckentaler haben ein Recht zu wissen, was hier beschlossen wird", sagt Kircher. Ihr erster Vorstoß: Geheime Tagesordnungspunkte ans Licht holen.
Die Linke beantragte, drei nichtöffentliche Tagesordnungspunkte (B1–B3) öffentlich zu behandeln. Begründung: Alles muss öffentlich verhandelt werden, außer es ist zwingend nichtöffentlich. Das sei bei Dienstaufwandsentschädigungen aber nicht der Fall. Kircher verweist auf Erlangen, wo genau das öffentlich gemacht wird. Ihr klares Signal: „Transparenz ist kein Geschenk, sondern ein Recht der Bürgerinnen und Bürger." Die Linke hat in der Sache beantragt, bei der Dienstaufwandsentschädigung des ersten Bürgermeisters die gesetzliche Untergrenze anzusetzen. Der Antrag wurde leider in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt.
In der Eröffnungsrede schwengt der frisch gebackene CSU Bürgermeister auf den Kurs der Linken für „bezahlbares Wohnen" ein. Sara Kircher: „Ich werde mich dafür einsetzten, dass diesen Worten auch Taten folgen".
In einem Redebeitrag zu dem Antrag der SPD für einen Sozialausschuss im Marktgemeinderat äußert sich die linke Politikerin wie folgt: „In Zukunft wird es immer mehr dringliche, soziale Themen geben, die dann nicht mehr einfach in anderen Ausschüssen behandelt werden können."
Insgesamt war es ein spannender Abend, da auch der zweite und dritte Bürgermeister gewählt wurden. Hier wurde Felix Zosel (UBE) zweiter Bürgermeister und Manfred Bachmayer (Grünen) dritte Bürgermeister, obwohl Gerhard Wölfel (Freie Wähler) deutlich mehr Zustimmung der Bevölkerung bei den Wahlen bekam.
Sara Kircher
Ich bin Sara Kircher, studiere Molekulare Medizin und bin dort aktiv in der Fachschaftsinitiative. Eckental braucht bezahlbaren Wohnraum und eine Infrastruktur, die unsere Umwelt entlastet, statt immer mehr Lärm und Verkehr zu verursachen. Attraktiver öffentlicher Nahverkehr, Investitionen für den Umgang mit dem Klimawandel und gute Bildungsangebote für alle sind dringend nötig.
Ich setze mich im Gemeinderat dafür ein, dass junge Menschen in einem solidarischen, gerechten und zukunftsfähigen Eckental wohnen, bleiben und eine Zukunft für sich sehen. Sogar die Bayerische Staatsregierung stuft den Eckentaler Wohnungsmarkt als angespannt ein.
Wir brauchen ein Klimakonzept für Eckental mit einem flächendeckenden Wärmeplan, Solarstrom und Windkraft. Dabei wäre natürlich ein großes Windrad wünschenswert, aber auch sogenannte „Flower Turbines“ sind ein sinnvoller Gedanke für Eckental. Zusammen mit einem modernen ÖPNV und sozialem Wohnungsbau könnten wir so Eckental zukunftsfähig gestalten.
Dazu würde ich zusammen mit meinen Parteikollegen gerne noch dieses Jahr oder Anfang nächsten Jahres mit Sozialsprechstunden und einem Sozialfonds starten, um die wirklichen Probleme der Eckentaler zu verstehen und direkt helfen zu können.
Im Gemeinderat setze ich neue politische Akzente und möchte soziale Themen, Wohnraum und Verkehrsentlastung stärker in den Mittelpunkt der kommunalen Debatte rücken.

