Wir im Erlanger Stadtrat
Bei der Kommunalwahl am 08. März erhielt unsere Liste 9,4% der Stimmen. Wir konnten unser Ergebnis mehr als verdoppeln und sind ab dem 01. Mai 2026 mit fünf Sitzen im Erlanger Stadtrat vertreten. Hier stellen sich unsere StadträtInnen Lukas Eitel, Ronja Wegele, Hanna Wanke, Gabi Stadlbauer und Manuel Leitlauf vor. Unter dem Motto “Kein Anliegen ist zu klein” bieten sie jede Woche Sozialsprechstunden an.
Erlanger Linke im Stadtrat mehr als verdoppelt
Mit einem Ergebnis von 9,4 % ist die Erlanger Linke nun mit fünf Sitzen im Erlanger Stadtrat vertreten und kann damit die bisherigen zwei Sitze mehr als verdoppeln.
„Wir freuen uns außerordentlich über das überwältigende Vertrauen in der Stadt. Gerade in den Bezirken, in denen wir an den Haustüren unterwegs waren, wurden wir mit sehr guten Ergebnissen belohnt. Wir sind jetzt deutlich die viertstärkste Partei und haben mit weitem Abstand die meisten Zugewinne" so Lukas Eitel, Oberbürgermeister-Kandidat der Erlanger Linken.
Im Wahlkampf hatte die Erlanger Linke insbesondere bezahlbares Wohnen ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt und sich damit auch von anderen Parteien absetzen können.
„An den Haustüren und in unserer Sozialsprechstunde erleben wir immer wieder, wie sehr die hohen Wohnkosten die Menschen belasten. Viele müssen wegen der Miete bereits in anderen Lebensbereichen sparen, an Rücklagen ist oft gar nicht mehr zu denken", erklärt Ronja Wegele, Spitzenkandidatin und neu gewählte Stadträtin.
Wegele weiter: „Mit der gestärkten Fraktion werden wir uns im Stadtrat konsequent für niedrigere Mieten und Nebenkosten einsetzen. Gleichzeitig führen wir selbstverständlich unsere Sozialsprechstunden fort und werden auch weiterhin den Sozialfonds für unbürokratische Nothilfe stärken. Durch die größere Fraktion können wir künftig auch mehr Geld aus unseren Politikergeldern umverteilen."
Lukas Eitel abschließend: „Die Arbeit der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass nicht nur die Arbeit im Stadtrat selbst zählt. Genauso wichtig sind die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort und konkrete Angebote für Unterstützung. Wir freuen uns sehr, diese Arbeit nun mit gestärktem Rückenwind fortsetzen zu können."
Die Erlanger Linke bedankt sich bei allen Wählerinnen und Wählern, die der Liste und den Kandidierenden ihr Vertrauen ausgesprochen haben und freut sich auf den weiteren Einsatz für bezahlbares Wohnen im Erlanger Stadtrat.
Lukas Eitel
Fraktionsvorsitzender
Liebe Erlangerinnen und Erlanger,
ich bin in Erlangen geboren und aufgewachsen. Hier habe ich immer gelebt, unsere Universität hat mich zum Ökonomen und Soziologen ausgebildet. Hier habe ich meine ersten politischen Schritte gemacht und auch so einige mehr. Ich bin überzeugt: Politik muss ganz anders werden, damit sie für die Menschen da ist.
Wenn viele Menschen sich zusammenschließen und sich stark machen für ihre Interessen, können sie etwas bewegen. Die größte soziale Bewegung dafür sich die Gewerkschaften, in denen ich mich seit Jahren engagiere. Aktuell im Ortsvorstand von ver.di und in der Hochschulgruppe der GEW. Als Linke stehen wir im politischen Raum solidarisch und unterstützen natürlich auch, wo immer es zu Arbeitskämpfen kommt.
Doch viele andere Menschen können sich nicht wehren. Die Belastung aus Arbeit, Familie, Gesundheit oder Miete ist zu viel. Hier kümmern wir uns. Seit ich im Stadtrat bin, führe ich jede Woche eine Sozialsprechstunde durch. Kein Anliegen ist zu klein. Einen Teil meines Politikergeldes als Stadtrat zahle ich in unsere Sozialfonds ein, um Menschen in Not direkt zu helfen. So habe ich schon über 3.000 Euro umverteilt.
Wie die Mehrheit der Erlangerinnen und Erlanger wohne ich zur Miete. In unseren Sprechstunden, an den Infoständen und jede Statistik sagt uns, die massiv zu hohen Mieten sind das Schlüsselthema in Erlangen. Seit Jahren setze ich mich für bezahlbares Wohnen ein. Dank des Vertrauens, das die Erlangerinnen und Erlanger unserer Liste ausgesprochen haben, können wir das im Stadtrat nun gestärkt fortsetzen.
Ronja Wegele
Liebe Erlangerinnen und Erlanger,
ich bin Ronja Wegele. Aufgewachsen am Ammersee und seit einigen Jahren in Erlangen zuhause. In der Jugendarbeit habe ich früh gelernt, was Gemeinschaft bedeutet und wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen. Heute arbeite ich als angehende Erzieherin mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Meine politische Überzeugung ist klar: Politik muss für die Menschen da sein, und ein gutes, sicheres Zuhause ist die Grundlage dafür.
In meiner Arbeit erlebe ich täglich, wie sehr viele Familien belastet sind: hohe Mieten, wenig Unterstützung, Zeitdruck und Unsicherheit. Kinder und junge Menschen spüren diese Belastungen besonders stark. Diese Erfahrungen aus der sozialen Arbeit und aus meiner eigenen Jugend haben mich politisiert. Sie zeigen mir jeden Tag, dass wir eine Politik brauchen, die Menschen wirklich sieht und unterstützt, nicht erst, wenn es zu spät ist.
Für mich zählt Solidarität, die man spürt. Ehrenamtlich war ich schon immer aktiv, in Kinderfreizeiten, der Jugendarbeit und überall dort, wo Menschen Unterstützung brauchen. Kein Anliegen ist zu klein. Dieses Prinzip werde ich nun im Stadtrat fortführen. Ich werde einen Teil meiner Bezüge in unseren Sozialfonds geben und unsere Sozialsprechstunden ausbauen. So können wir direkt helfen, schnell, unbürokratisch und menschlich.
Das Wohnen ist für viele Menschen in Erlangen die größte Belastung. Hohe Mieten bestimmen, wie Familien leben, wie Kinder aufwachsen und wie viel Zeit, Ruhe und Sicherheit es zuhause gibt. Ein bezahlbares und stabiles Zuhause ist die Voraussetzung für Lebensqualität. Deshalb setze ich mich ein für bezahlbaren Wohnraum statt Profitinteressen, für die Entlastung von Familien und jungen Menschen und für eine Stadt, die allen ein gutes Zuhause ermöglicht. Gemeinsam können wir ein Erlangen schaffen, das niemanden zurücklässt und in dem Wohnen kein Luxus ist, sondern ein Recht.
Hanna Wanke
Hi, ich bin Hanna Wanke, 24 Jahre alt und komme aus dem Anger in Erlangen. Aktuell studiere ich Soziologie im 3. Mastersemester an der FAU. Nebenbei arbeite ich 18h/Woche an der Uni. Außerdem habe ich die letzten vier Jahre an der Pestalozzischule in einer Nachmittagsbetreuung gearbeitet. Mit meinem Freund und unserer alten Katzendame wohne ich wieder im Anger.
Schon in meiner Grundschulzeit musste ich lernen, dass Stadtteil nicht gleich Stadtteil, Schule nicht gleich Schule und Kind nicht gleich Kind ist. Einkommensunterschiede dominieren auch Erlangen und diejenigen ohne gefüllten Geldbeutel fallen – genau wie ihre Kinder – viel zu häufig herunter. Während die Elternbeiräte anderer Schulen lobbyieren konnten, wurden unsere Schultoiletten immer ekliger und immer mehr Spielgeräte wurden abgebaut. Auch als ich 2021 als Beschäftigte wieder in die Schule kam, hatte sich daran nichts geändert.
Meine eigenen Erfahrungen und auch die (Jugend-)Arbeit im Stadtteil haben mir sehr deutlich gezeigt: Das Einkommen der Eltern bestimmt maßgeblich über dir Zukunft der Kinder. Ob es verschenktes Potenzial ist, weil ein armes Kind „nicht aufs Gymnasium gehört“ oder ob es bedeutet, nicht ausziehen zu können, weil die Mieten zu teuer sind und die Eltern nicht unterstützen können. Deshalb setze ich mich für eine Gesellschaft ein, die es allen ermöglicht, ihre Ziele unabhängig vom Geldbeutel der Eltern zu erreichen.
Das schließt vieles mit ein: Eine bezahlbare Miete, an der kein Konzern Profit macht. Ein gut bezahlter Job mit Tariflohn, der zum Leben, nicht nur zum Überleben reicht. Ein Bildungssystem, das Kinder dort abholt, wo sie sind und sie gemeinsam nach Bedarf sozial und schulisch fördert. Mit unserer Sozialberatung und dem Sozialfonds wollen wir ganz praktisch damit beginnen. Aber wir hören dort nicht auf: Gemeinsam mit euch möchten wir eine solidarischere Gesellschaft und ein System, das den Menschen, nicht dem Profit dient, erarbeiten!
Gabi Stadlbauer
Liebe Erlangerinnen und Erlanger,
mein Name ist Gabi Stadlbauer und ich bin seit Jahrzehnten mit dieser Stadt verwurzelt. Schon in meiner Arbeit als Pädagogin in der Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Brennpunktgebieten habe ich erfahren, welche Probleme benachteiligte Familien haben. Meine Arbeit als Stadträtin ermöglicht mir, den Finger in die Wunde zu legen und mich für diese Menschen einzusetzen.
Erlangen hat sich in den letzten vierzig Jahren stark verändert – leider nicht nur zu seinem Vorteil. Auf der Strecke geblieben sind Menschlichkeit und Lebensqualität. Der Wert der BürgerInnen wird an ihrem Konsumverhalten gemessen, eine boomende Wirtschaft geht über alles. Zum Dank dafür stehlen sich Wirtschaftsunternehmen aus ihrer Verantwortung und verschieben ihr Geld in Steueroasen. Die Folge ist eine Haushaltskrise, die insbesondere die Schwächsten der Gesellschaft trifft. Durch das Geld, das ich in unseren Sozialfonds einzahle, konnte ich wenigstens ein paar Härten abfedern.
Auf der Strecke geblieben sind auch die Belange der älteren Bevölkerung. In meiner wöchentlichen Sozialsprechstunde erzählen sie mir, was sie sich wünschen: mehr Barrierefreiheit im öffentlichen und privaten Raum, eine wohnortnahe Infrastruktur mit Läden und Banken sowie analoge Angebote in einer zunehmend digitalisierten Welt. Auch diese Menschen sollen aktiv am Leben teilhaben können.
Um ein lebenswertes Erlangen für alle zu schaffen, gibt es viel zu tun: Bezahlbare Wohnungen mit hoher Aufenthaltsqualität, ausreichend wohnortnahe und erschwingliche Kinderbetreuungsmöglichkeiten, mehr Grünflächen und Bäume in allen Stadtteilen, ein kostengünstiger ÖPNV mit hoher Taktdichte und nicht zuletzt ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept, das Fußgängern und Radfahrern Vorrang vor Autos einräumt. Dafür werde ich mich weiterhin im Stadtrat engagieren.
Manuel Leitlauf
Liebe Erlanger*innen,
mein Name ist Manuel, ich bin in München aufgewachsen und lebe seit 2017 in Erlangen. Hier habe ich mein Politikwissenschaftsstudium (M.A.) abgeschlossen und arbeite seitdem als leitender Sekretär.
Aus beiden Städten kenne ich es nur zu gut: Die Preise sind am Explodieren, kaum wer kann sich das Wohnen noch leisten. Und während Dawonia & Co. fette Profite abschöpfen, ist es für viele schlicht Normalität geworden, dass die Miete einen Großteil des Einkommens auffrisst. Wir müssen uns bewusst werden, dass das ganz und gar nicht normal, sondern irrwitzig ist. Wir müssen uns zusammentun und uns gegen den Mieten-Notstand wehren.
Die Ungleichheit in unserer Gesellschaft hat System. Während die allermeisten Menschen jeden Euro umdrehen müssen, gibt es eine handvoll Milliardäre, deren Menschlichkeit schon lange in einem Ozean an ergaunertem Geld ertrunken ist. Geld, das den Arbeitenden aus der Tasche gezogen wurde. Auch in Erlangen spüren wir das. Wegen der Steuerflucht großer Konzerne gibt es hier plötzlich ein gigantisches Haushaltsloch, und die Finanzierung von Abenteuerspielplätzen oder dem E-Werk bis hin zum ErlangenPass steht auf der Kippe.
Doch um dem Goliath der Konzerne entgegentreten zu können, müssen wir mehr Druck aufbauen. Und das muss vor Ort, im Gespräch mit den Menschen, seinen Anfang nehmen. In den letzten 16 Monaten haben wir an über 20.000 Haustüren in Erlangen geklingelt, um die Anliegen der Leute zu hören und zu helfen, wo wir können. So wollen wir zeigen, dass Solidarität einen Unterschied macht und hier vor Ort den Grundstein für eine bessere Welt legen.
Unser Kurzprogramm für Erlangen
- ErlangerLinkeKurzwahlprogramm2026.pdf PDF-Datei (6 MB)
Unser Programm für Erlangen
- ErlangerLinkeWahlprogramm2026.pdf PDF-Datei (434 KB)





