Wohnen muss bezahlbar sein

Keine Profite mit der Miete.

Die Mieten in vielen Kommunen Bayerns sind dramatisch gestiegen – im Durchschnitt um rund 17 Prozent in den letzten 10 Jahren. Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. Wohnen ist kein Luxusgut, sondern Grundbedarf. Immer mehr Menschen sind gezwungen, einen Großteil ihres Einkommens für Wohnkosten aufzuwenden.        

Nicht Immobilienbesitz und hohe Mieteinnahmen, sondern Wohnen ist ein Menschenrecht. In Erlangen ist der soziale Wohnungsbau unter der CSU bis 2014 weitgehend zum Erliegen gekommen. Aktuell wird das Niveau bestenfalls gehalten.                

Im profitorientierten Wohnungsmarkt steigen die Mieten rapide, teils bis in den Mietwucher. Auch mittels überhöhter Nebenkosten versuchen einige Immobilienkonzerne Kasse zu machen. Mit Angeboten wie den kostenlosen Heizkostenchecks und dem Mietwucher-Rechner der Linken stehen wir an der Seite der Mieter, ohne wenn und aber. Wohnraum darf keine Ware sein. Dem Profit verpflichtete Immobilienkonzerne sind weder im Bestand noch im Neubau Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.

Um Wohnen wieder bezahlbar zu machen, fordert die erlanger linke:

  • Einführung eines Mietpreisdeckels in der kommunalen Wohnbaugesellschaft Gewobau
  • Stärkung und Ausbau der Gewobau, um jährlich mindestens 50 Prozent der neu entstehenden Wohnungen als Sozialwohnungen zu realisieren
  • Anhebung der Pflichtquote für sozialen Wohnungsbau bei privaten Bauprojekten auf 50 Prozent
  • Keine Privatisierung von kommunalem Grund und Boden; stattdessen gezielte Vergabe an Gewobau, gemeinnützige Träger und Genossenschaften
  • Konsequente Durchsetzung der Verbotssatzung gegen Zweckent-fremdung von Wohnraum, beispielsweise durch Leerstand oder die Nutzung als Ferienwohnung
  • Einführung einer Mietprüfstelle, die Mieterinnen und Mieter bei der Absenkung illegal überhöhter Mieten unterstützt
  • Keine neuen einstöckigen Discounter mehr