Helfen statt Kassieren
Mit unserem Sozialfonds.
Es mangelt nicht an Parteien, die Politik im Sinne großer Konzerne und Finanzinteressen betreiben. Das ist aber nicht der Zugang der erlanger linke. Denn wer sich mit seinem Einkommen weit von der Lebensrealität der Mehrheit entfernt, verliert zwangsläufig den Blick für die wirklichen Probleme der Menschen. Der Erlanger Stadtrat ist zwar ein Ehrenamt. Es ist aber mit deutlich über 1.000 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat sicher eins der Ehrenämter, die am besten bezahlt sind.
Auch während der Haushaltskrise werden die Gelder der Stadträte weiter erhöht. Deswegen geben unsere Stadträte Lukas Eitel und Gabi Stadlbauer seit Dezember 2024 die gesamte Erhöhung jeden Monat in unseren Sozialfonds. Seit November 2025 haben wir die Abgaben an den Sozialfonds auf 15 Prozent erhöht. So werden inzwischen jeden Monat fast 500 Euro Politikergelder an Menschen in Not umverteilt.
Wir wollen, dass linke Stadträte einen konkreten Mehrwert für die Menschen in Erlangen bieten. Deswegen werben wir im Stadtrat für unsere Ideen für mehr Soziales und für bezahlbares Wohnen. Aber auch solange wir dafür noch keine Mehrheiten haben, wollen wir mit dem Sozialfonds konkret und direkt helfen.
Bisher konnten wir insgesamt über 5.000 Euro über unseren Sozialfonds an Menschen in Notlagen weitergeben. Die Erfahrungen aus den Gesprächen in unseren Beratungen sind für uns ein zentraler Leitfaden für politische Entscheidungen. Sie zeigen, welche Probleme die Menschen aktuell haben und wo es am meisten Unterstützung braucht. Gerade in Zeiten steigender Lebenserhaltungskosten, wachsender Unsicherheit und sehr hohen Mieten ist es wichtig, nah bei den Menschen zu bleiben, zuzuhören und konkret zu helfen. Politik muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, nicht an Marktlogiken.
Lebensmittel, Mieten und Energiekosten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen, während die Einkommen oft nicht einmal an die Inflation angepasst werden. Viele Menschen haben keinerlei finanziellen Spielraum mehr. Trotzdem fallen viele durch die sozialen Netze, weil Förderungen wegfallen oder die Voraussetzungen verschärft werden. In unseren Sozialsprechstunden erleben wir täglich, wie groß der Druck inzwischen ist – und dass die Belastungen längst nicht mehr nur jene treffen, die ohnehin am wenigsten haben, sondern weit in die arbeitende Bevölkerung hineinreichen.

