Lohn und Arbeitsbedingungen verbessern: Linke solidarisiert sich mit Streikenden des TVL

Am Mittwoch, den 14. Januar 2026 sind die Beschäftigten im Tarifvertrag der Länder (TVL) erstmalig in dieser Tarifrunde zum Warnstreik aufgerufen. Der Warnstreik dauert den gesamten Tag und betrifft in Erlangen insbesondere die Beschäftigten der Universität, des Universitätsklinikums und die nicht verbeamteten Lehrerinnen und Lehrer.

Die Beschäftigten kämpfen um bessere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr Gehalt ist die Forderung der Gewerkschaften, die wir als Linke selbstverständlich unterstützen. Gerade im Klinik-Bereich ist der Arbeitsalltag weiterhin von Stress geprägt, an den Universitäten dominieren befristete und teils schlecht entlohnte Beschäftigungsverhältnisse. Das muss sich endlich ändern, um die Gesundheitsversorgung und gute Forschung und Lehre an den Universitäten zu sichern. Deshalb wünschen wir den Beschäftigten viel Erfolg und eine kämpferische Tarifrunde", so Lukas Eitel, Oberbürgermeister-Kandidat und Spitzenkandidat zu den Kommunalwahlen in Erlangen.

Ronja Wegele, ebenfalls Spitzenkandidatin in Erlangen ergänzt: „Auch in den anderen Bereichen, die vom TVL betroffen sind, wie etwa nicht-verbeamtete Lehrer oder den Staatsforsten, haben die Beschäftigten bessere Gehälter verdient. Weiter steigen Preise im Bereich der Grundnahrungsmittel und der Mieten, entsprechend müssen auch die Löhne steigen, damit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich das Leben weiter leisten können."

Falls gewünscht: „Ebenfalls Thema der Tarifrunde ist erneut eine Aufnahme der studentischen Beschäftigten in den Tarifvertrag der Länder. Ohne eine Lohnerhöhung fallen unsere Gehälter mit der Mindestlohnerhöhung wieder auf das Niveau des Mindestlohns herab, aktuell liegen sie nämlich nur ein bis zwei Euro darüber. Das ist unmöglich, nachdem wir häufig qualifizierte wissenschaftliche Tätigkeiten ausüben und weiterhin häufig unbezahlte Überstunden erwartet werden. Darüber hinaus sind Hilfskraft-Stellen ein Sprungbrett in die Wissenschaft. Eine solche schlecht-bezahlte Anstellung können sich aber nicht alle Studierende leisten und müssen in andere Bereiche ausweichen. So schließt sich die Tür in die Wissenschaft bereits früh für viele. Deshalb ist die Lohnerhöhung und Aufnahme in den TVL dringend notwendig", schließt Hanna Wanke, Kreisvorsitzende und Kandidatin zu den Kommunalwahlen sowie ebenfalls studentische Hilfskraft ab.