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Linke zur Debatte um ZAM: „Mit zweierlei Maß"

Zur laufenden Debatte über die Personalkosten des Zentrums für Austausch und Machen (ZAM) erklärt Lukas Eitel, Vorsitzender der Linksfraktion im Erlanger Stadtrat:

„Die laufende Debatte über die Personalkosten des Zentrums für Austausch und Machen (ZAM) nimmt zunehmend schräge Züge an. Wenn von politischer Seite die Gehälter der ZAM-Führungskräfte als Einsparpotenzial ins Feld geführt werden, während dieselben Akteure für politische Funktionäre Bezüge weit jenseits der 170.000-Euro-Marke (1) für angemessen halten, ist das wenig überzeugend.

Konkret geht es um Gehälter von knapp 70.000 Euro brutto bei Vollzeit für die Führungskräfte des ZAM. (2) Diese Vergütung liegt deutlich unterhalb der entsprechenden Eingruppierung im Öffentlichen Dienst bei vergleichbaren Führungsaufgaben.

Der Erlanger Oberbürgermeister ist in die Besoldungsgruppe B 8 eingestuft und verdient rund 155.000 Euro brutto im Jahr, hinzu kommen gut 20.000€ steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung. Unter anderem mit den Stimmen von CSU und FDP, die jetzt die Vergütung beim ZAM kritisieren, wurde die Dienstaufwandsentschädigung der Bürgermeister auf das gesetzliche Maximum gelegt. Wer bei einem bürgerschaftlich getragenen Projekt mit knapp 70.000 Euro von „zu viel" spricht, aber bei politischen Spitzenbezügen jenseits der 170.000-Euro-Marke keine vergleichbare Debatte führt, argumentiert nicht mit Augenmaß, sondern mit zweierlei Maß."

(1) Jahresbrutto Oberbürgermeister in B8 von 154.845€ plus 20.280€ Dienstaufwandsentschädigung

(2) Arbeitgeberbrutto ZAM Leitungsstellen 91.268 nach Abzug von 25% Arbeitgeberkosten: https://www.nn.de/erlangen/erlangen-bezahlt-vorzeigeprojekt-in-toplage-zam-vor-dem-aus-kritik-an-gehalt-der-fuhrung-rep-1-1.15330138

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