Linke ruft Mieten-Notstand in Erlangen aus: Anwohner unterstützen Forderung aus Bürgerantrag

Am Donnerstag, den 13. November 2025 fand im Anger in Erlangen eine Nachbarschaftsversammlung mit etwa 40 Teilnehmenden statt. Zeitgleich kamen bundesweit in mehr als 90 Städten ebenfalls Menschen zusammen, um konkrete Schritte gegen Mietwucher zu planen.

Lukas Eitel, Stadtrat und Oberbürgermeister-Kandidat der Linken in Erlangen dazu: „Bei uns in Erlangen spüren viele den Mieten-Notstand am eigenen Leib. Die Erlanger Mieten sind im bayernweiten Vergleich schon jetzt außergewöhnlich hoch und beanspruchen einen hohen Anteil des monatlichen Einkommens. Zusätzlich sind viele Wohnungen marode, es gibt Ärger mit Nebenkosten und die Sorge, die nächste Mieterhöhung nicht mehr bezahlen zu können. Dass sich nun Mieterinnen und Mieter gegen diese Ungerechtigkeit zusammenschließen und den Bürgerantrag gestartet haben, macht Mut und entwickelt nun hoffentlich den nötigen Druck, dass sich etwas ändert."

„In Erlangen startet nun die Sammlung für einen Bürgerantrag, der die konsequente Verfolgung von Leerstand, eine Meldestelle für Mietwucher und ein halbjährliches Monitoring der Mietpreise fordert. Unterschrieben werden kann der Antrag während Veranstaltungen in unserem Büro oder es können Unterschriftenbögen auf Anfrage zugestellt werden", ergänzte Hanna Wanke, Kreisvorsitzende und Listenplatz 5 zu den Kommunalwahlen.

Die Mieterversammlungen bildeten den Auftakt der neuen Kampagne ‚Sicher Wohnen statt Miet-Abzocke', mit der Die Linke bundesweit Druck aufbauen will – für bezahlbare Mieten, einen wirksamen Schutz vor Vermieter-Abzocke und einen bundesweiten Mietendeckel.

Ronja Wegele, Kreisvorsitzende der Linken Erlangen/Erlangen-Höchstadt und Listenplatz 2 zu den Kommunalwahlen, erklärte abschließend: „Der Mieten-Notstand ist längst in der Fläche angekommen: Er trifft nicht mehr nur die Großstädte, sondern inzwischen auch kleinere Städte und ländliche Räume. Obwohl in Deutschland Wuchermieten eigentlich verboten sind, werden sie de facto nicht verfolgt. Somit können große Immobilienkonzerne und dreiste Vermieter ihre Mieter*innen vielerorts weiterhin ungehindert abzocken. Die Immobilienlobby hat viel Geld – aber wir haben uns. Und wir sind mehr. Wenn sich Mieter*innen zusammenschließen, kommen sie in Zukunft nicht mehr an uns vorbei."