Erlanger Linke reicht Bürgerantrag zur Unterstützung des E-Werks ein
Am Dienstag, den 10. Februar, hat die erlanger linke etwa 1.600 Unterschriften für ihren
Bürgerantrag zur Unterstützung des E-Werks bei der Erlanger Stadtverwaltung eingereicht. Die
Antragsstellenden fordern, dass dem Kulturzentrum E-Werk ausreichend Zuschüsse gewährt
werden, um das soziokulturelle Programmangebot zu erhalten. Weiter fordern sie, dass die
Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend der Vereinbarung zwischen der Stadt
und dem E-Werk endlich das Niveau des Tarifvertrags öffentlicher Dienst erreichen soll. Es kann
nicht sein, dass die E-Werk-Belegschaft trotz Versprechen nicht anständig bezahlt wird. Die
Forderungen der erlanger linke orientieren sich dabei an einem älteren Vorschlag der Verwaltung.
Die erlanger linke und hunderte Erlangerinnen und Erlanger sehen das Einsparen beim
Kulturangebot als den falschen Weg. Bei den Sammelaktionen vor dem E-Werk, bei den
Weihnachtsmärkten und vor der Langemarck-Mensa erhielten die Sammelnden viel Zuspruch. „Der
große Rückhalt für die Unterschriftensammlung zeigt, dass wir bei Kürzungsangriffen auf die
Kultur auch bürgerbegehrensfähig sind", so Mitinitiatorin Ronja Wegele.
Auch bestätigte sich die Annahme, dass das E-Werk überregionale Bedeutung hat. So wollten E-
Werk-Gäste selbst aus entfernten Städten wie Hamburg oder Oberhausen unterschreiben, vor allem
aber zahlreiche Menschen aus den benachbarten Städten und Landkreisen. „Ein Kulturzentrum wie
das E-Werk ist von unschätzbarem Wert, nicht nur für Erlangen, sondern auch die Menschen aus
dem Umland. Wenn Konzerne also Steuern ausweichen und ihre Gewinne in benachbarte
Steueroasen verlagern, dann sollte man diese Gemeinden auch in die Pflicht nehmen", sagt
Mitinitiator Manuel Leitlauf.
Die erlanger linke dankt außerdem den Sammelstellen Vegöner, Café Beisl, Pleitegeier sowie Wort
& Klang für die Unterstützung. „Es ist schön zu sehen, dass die Erlanger Kulturszene auch in
schwierigen Zeiten solidarisch zusammensteht", so Mitinitiatorin Isabel Ortega.

