Erlangen spart bei der Soziokultur: ein Bürgerantrag wehrt sich dagegen

Der Sparkurs beim Soziokulturellen zeigt sich nicht zuletzt am E-Werk. Ein gemeinsamer Bürgerantrag von Erlanger Linke und Die Linke Erlangen, soll sich dagegen wehren.

Zur Bedeutung des E-Werks erklärt Isabel Ortega, Mitglied im Kreisvorstand der Linken und Stadtratskandidat*in: „Seit über 40 Jahren ist das E-Werk Dreh- und Angelpunkt der Kulturszene Erlangens. Mit ca. 250.000 Gästen jährlich und ihrem abwechslungsreichen Programm ist es für die Bürger*innen dieser Stadt nicht wegzudenken. Von Party, Lesungen und Theater bis hinzu Raum für Initiativen, Selbsthilfe-Angeboten und kulturelle Nachwuchsförderung. Das E-Werk schafft es fast jeden Menschen in und um Erlangen zumindest gelegentlich zu sich zu locken."

Ronja Wegele, Vorsitzende der Linken in Erlangen und Stadtratskandidatin: „Für dieses Programm ist das E-Werk auch auf städtische Zuschüsse angewiesen. Der Stadtrat hat allerdings Ende 2024 entschieden, einen deutlich geringeren als den vom E-Werk benötigten Zuschuss zu genehmigen. Das bedeutet konkret, dass Personal abgebaut werden musste, dass das Kulturangebot reduziert werden musste und dass das Gehaltsniveau am E-Werk bei 90% des Tarifvertrags Öffentlicher Dienst stagniert. Und das, obwohl es eine Vereinbarung gab, die zusagte die Gehälter nach und nach auf 100% zu erhöhen. Diese Vereinbarung muss eingehalten werden."

„Der Bürgerantrag fordert ausreichend Zuschüsse von Seiten der Stadt, um ihr soziokulturelles Programmangebot zu erhalten, sowie um bei der Bezahlung der Mitarbeiter*innen das Niveau des Tarifvertrags Öffentlicher Dienst zu erreichen. Gerade nachdem von jungkonservativer Seite in den letzten Wochen an Unabhängigkeit und städtischer Finanzierung des E-Werks gerüttelt wurde, ist ein klares Signal der Unterstützung aus der Stadtgesellschaft sinnvoll.", erklärt Lukas Eitel, Stadtrat der Erlanger Linken.

Der Bürgerantrag kann auf der Website der Linken heruntergeladen, ausgedruckt und unterschrieben zurückgesendet werden. Außerdem liegen Unterschriftenlisten in den Sammelstellen Vegöner, Avrasya, Cafe Beisl, Wort & klang und Pleitegeier aus.

Hier findet ihr den Bürgerantrag zum herunterladen und ausdrucken: