Zuhören statt reden

Seit November waren wir an 2500 Türen am Anger. Wir gehen nicht an die Türen, um den Menschen zu erzählen, wie toll wir sind. Stattdessen fragen wir nach ihren Anliegen. 

Am häufigsten wird uns von den zu hohen Mieten berichtet. Deswegen haben wir bezahlbares Wohnen in den Mittelpunkt unserer politischen Arbeit gestellt (Hier geht es zu unseren wohnungspolitischen Eckpunkten). 

An den Türen wollen wir wissen, was sich in der Politik ändern muss. Die meisten Menschen glauben nicht mehr daran, dass Politikerinnen und Politiker ihr Leben verbessern wollen. Wir verstehen das. Vor der Wahl wird viel versprochen, doch nach der Wahl steigen die Mieten und Lebensmittelpreise weiter, die Löhne und Renten aber nicht. 

Wir wollen Politik anders machen. Deswegen gehen wir nicht nur vor Wahlen an die Türen. Wir haben auch nach der Bundestagswahl und nach dem Bürgerentscheid Wohnraum erhalten das Gespräch mit den Menschen gesucht und wir werden auch nach der Kommunalwahl nicht damit aufhören. Wir wollen Politik nicht im Elfenbeinturm machen, sondern mit und für die Menschen, mit denen wir sprechen.

Dabei gehen wir vor allem in Stadtteile, in denen viele Menschen leben, die wenig Geld haben. Hier ist die Enttäuschung mit den etablierten Parteien zurecht besonders groß und die AfD stark. Das wollen wir nicht hinnehmen und verlorenes Vertrauen zurückgewinnen ohne zu belehren.

Auch deswegen finden wir: Politik darf kein Selbstzweck sein. Deshalb geben unsere Stadträtinnen und Stadträte 15% ihres Stadtratsgehalts in einen Sozialfonds, mit dem sie in ihren Sozialsprechstunden aus finanziellen Notlagen aushelfen. So konnten wir schon über 5000€ umverteilen.

Für uns gilt: zuhören und helfen statt reden und kassieren - egal ob an den Türen, in den Sozialsprechstunden, in den Betrieben, in der Uni, auf der Straße oder im Stadtrat.