Pride Month

Der jährliche Pride Month im Juni erinnert an die Stonewall-Aufstände von 1969 und steht für den Kampf der LGBTQ+-Community für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Akzeptanz. Heute ist er sowohl ein Rückblick auf diese Proteste als auch eine Zeit, in der Vielfalt gefeiert wird und gleichzeitig auf bestehende Diskriminierung aufmerksam gemacht wird.

Der Pride Month ist auch heute noch wichtig, da der Kampf um Gleichstellung noch nicht vorbei ist.

In über 60 Ländern ist Homosexualität noch immer strafbar. Auch dort, wo queere Menschen formal gleichgestellt sind, erleben viele weiterhin Diskriminierung und Anfeindungen im Alltag. In vielen Ländern wird ein Kulturkampf gegen queere Menschen geführt. Dort werden die Rechte und medizinische Versorgung von trans Personen aktiv beschnitten. Der Pride Month macht auf diese Probleme aufmerksam, stärkt die Sichtbarkeit und erinnert daran, dass Gleichberechtigung noch nicht überall Realität ist.

Viele Unternehmen nutzen den Pride Month aus, um ihr Image zu polieren und den Profit zu steigern. Pinkwashing bezeichnet das Phänomen, wenn Unternehmen oder Organisationen versuchen, sich für Profite und eine gute Außenwirkung als queerfreundlich darzustellen, ohne wirklich etwas für die LGBTQ+-Community zu machen.

Unternehmen färben ihre Logos in den Ländern, in denen es profitabel für sie ist, in Regenbogenfarben ein und verkaufen Produkte mit Pride-Flaggen. Währenddessen bleiben Zeichen der Unterstützung in queerfeindlichen Regionen der Welt aus.