Krieg fürs Klima?
Die Aufregung war groß, als bekannt wurde, dass Anna-Lena Baerbock die bisherige Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan als Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik ins Auswärtige Amt berufen wird. Für uns von der AG Klimagerechtigkeit ein Anlass, Greenpeace und die Personalie Morgan etwas genauer anzuschauen.
Greenpeace? Sind das nicht die Umweltbeschützer:Innen, die Häfen blockieren und Ölplattformen stürmen? Richtig! Aber noch mehr: Privatwirtschaftliche Auskopplungen fahren dem Verband mittlerweile Umsätze im dreistelligen Millionenbereich ein. Im Jahr 2020 allein 20 Millionen Euro aus Gasstrom, der für Greenpeace in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit immens wichtig ist. In den Fokus geraten dabei die Länder, deren Bodenschätze ausgebeutet werden. Um ihre ökologischen Ziele zu erreichen kann sich Morgan sogar den Einsatz von Militär vorstellen. In der TAZ sagte sie: „Das Militär führt Kriege um Öl. Jetzt muss das Militär genau das Gegenteil tun: Dafür sorgen, dass das Öl, das Gas, diese CO2-Bomben, im Boden bleiben.“ Damit impliziert die Greenpeace-Chefin, ein Krieg gegen diese Länder sei legitim, um die Welt vor den Auswirkungen der Klimakatastrophe zu schützen! Hat sich der reiche Westen durch Ausbeutung ärmerer Länder klimaneutral gemacht, darf er also wieder einmarschieren und sich die restlichen Rohstoffe einverleiben. Mit Krieg soll vermeintlich das Klima gerettet werden. Damit eignet sich Morgan ausgezeichnet für einen Posten in einem (Oliv-)Grünen Außenministerium.

