Kita-Notstand am Anger
Schlechte Nachrichten für die frühkindliche Bildung in Erlangen: Die Kita „PerLe“ der Erlösergemeinde muss 2028 schließen. Die neue Kita an der Wichernstraße kommt doch nicht.
Einen Plan der Stadt um die Unterdeckung am Anger zu vermeiden, gibt es nicht.
Was ist passiert? Die Kirchenaufsicht verweigert die Genehmigung für einen notwendigen Neubau. Ursprünglich sollten an der Wichernstraße neue Plätze entstehen.
Nach unserer Anfrage im Stadtrat erfuhren wir: Der Investor hat seine Pläne jedoch überraschend geändert und baut stattdessen Studierendenwohnungen ohne Kita.
Die bitteren Zahlen aus der Antwort auf unsere Anfrage:
Kindergarten (Ü3): Die Versorgungsquote stürzt von derzeit 91 % auf nur noch 41 % im Jahr 2028 ab.
Krippe (U3): Bereits jetzt bei 21 %, sinkt bis 2028 weiter auf 14 %.
„Das planerische Scheitern beim Projekt Wichernstraße und der gleichzeitige Wegfall der Kita PerLe lassen vermuten, dass eine Verschärfung des Versorgungsnotstandes auf dem Rücken von Familien und Kindern in Kauf genommen wird", so Stadträtin und Kreisvorsitzende Hanna Wanke.
Wie geht es weiter Statt Gegensteuerungsmaßnahmen der Stadt bleibt es bislang bei reinen Prüfaufträgen (z. B. beim Kinderhaus ERBA). Rechtlich erlaubt die bayerische Gesetzgebung sogar eine Fahrtzeit von bis zu 30 Minuten für den einfachen Weg.
Droht Familien im Anger bald die Verteilung über das gesamte Stadtgebiet?
Wir fordern die Stadtspitze aus CSU und Grünen auf, ihr Versprechen für eine familienfreundliche Stadt einzulösen und echte Lösungen für den Anger zu schaffen.

