Pressestatement der Kreisvorsitzenden zur Kommunalwahl

Ronja Wegele & Hanna Wanke

Liebe Erlangerinnen und Erlanger,

die steigenden Wohnkosten sind das Schlüsselthema in Erlangen. Die Mieten steigen ebenso wie die Betriebs-, Strom- und Heizkosten. Gleichzeitig machen Investoren und Spekulanten Rekordgewinne mit dem Wohnen. Während Familien und Alleinstehende, Jüngere und Ältere bei der Wohnungssuche verzweifeln, stehen tausende Wohnungen leer, die als Anlageimmobilien, durch Leerstand oder für Airbnb & Co. zweckentfremdet werden.

Die stark gestiegenen Preise erschweren es auch Menschen mit normalem Einkommen, das alltägliche Leben zu bezahlen. Die etablierten Parteien CSU und SPD haben zwar vor der letzten Wahl versprochen, die Wohnungskrise anzugehen. Nach der Wahl sind aber viele Versprechen wieder unter den Tisch gefallen.

Seit dem Einzug der erlanger linke in den Stadtrat haben wir der Stadtregierung auf die Finger geschaut, konstruktive Ideen eingebracht und uns gemeinsam mit der Bevölkerung für soziale Anliegen und bezahlbares Wohnen stark gemacht. Einiges konnten wir erreichen, z. B. eine Verbotssatzung gegen Zweckentfremdung und Leerstand sowie eine Energienotfallberatung. Andere Ideen sind leider an der Blockade der großen Parteien gescheitert. Mitte 2025 haben wir mit dem erfolgreichen Bürgerentscheid „Wohnraum erhalten“ ein klares Signal für die Sicherung von bezahlbaren Wohnungen in der Innenstadt gesetzt.

Im Zuge der Haushaltskrise wurde viel gekürzt, gerade auch im sozialen Bereich. Unser Vorschlag, bei den Bezügen der Politiker zu sparen, wurde von der Mehrheit leider abgelehnt. Wir leben trotzdem, was wir sagen: Wir geben einen Teil unserer Politikergehälter in unseren Sozialfonds ab, um Menschen in Notlagen direkt zu unterstützen. So konnten wir bereits über 5.000 Euro unserer Politikergehälter umverteilen. Jede Woche führen unsere Stadträtinnen und Stadträte Sozialsprechstunden durch. Jede Woche, nicht nur im Wahlkampf. Dort helfen wir, erfahren, wo der Schuh drückt und wo es politische Lösungen braucht. Für uns gilt: Helfen statt Reden.

An der letzten Stadtratswahl haben knapp 40 Prozent der Wahlberechtigten nicht teilgenommen. In den dicht bewohnten Stadtteilen Anger und Bruck nutzte nicht einmal die Hälfte ihr Wahlrecht. Den etablierten Parteien, die viele Menschen enttäuscht haben, war das kaum der Rede wert. Warum auch. Die Menge der zu vergebenden Mandate hängt nicht an der Wahlbeteiligung. Wir möchten auch den Enttäuschten wieder eine Stimme geben. Deshalb sind wir seit über einem Jahr wöchentlich genau in diesen Vierteln an den Wohnungstüren im Gespräch, um zuzuhören. 

Wir laden Sie ein, Ihr Stimmrecht zu nutzen und dieses Mal anders zu wählen, damit sich etwas zum Besseren ändert.

Die erlanger linke ist Ihre Stimme für Soziales und für bezahlbares Wohnen.

Hanna Wanke, Ronja Wegele