Neuer Schwung in Eckental: Die Linke startet mit zwei Anträgen und einem klaren Auftrag für Transparenz und bezahlbares Wohnen

Seit dem 19. Mai ist es offiziell: Mit Sara Kircher zieht erstmals eine Gemeinderätin der Partei Die Linke in den Marktgemeinderat Eckental ein. Und sie kommt nicht, um leise zu sein. Gleich zur ersten Sitzung reichte sie zwei der drei vorliegenden Anträge ein. „Die Eckentalerinnen und Eckentaler haben ein Recht zu wissen, was hier beschlossen wird", sagt Kircher. Ihr erster Vorstoß: Geheime Tagesordnungspunkte ans Licht holen.

Die Linke beantragte, drei nichtöffentliche Tagesordnungspunkte (B1–B3) öffentlich zu behandeln. Begründung: Alles muss öffentlich verhandelt werden, außer es ist zwingend nichtöffentlich. Das sei bei Dienstaufwandsentschädigungen aber nicht der Fall. Kircher verweist auf Erlangen, wo genau das öffentlich gemacht wird. Ihr klares Signal: „Transparenz ist kein Geschenk, sondern ein Recht der Bürgerinnen und Bürger." Die Linke hat in der Sache beantragt, bei der Dienstaufwandsentschädigung des ersten Bürgermeisters die gesetzliche Untergrenze anzusetzen. Der Antrag wurde leider in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt.

In der Eröffnungsrede schwengt der frisch gebackene CSU Bürgermeister auf den Kurs der Linken für „bezahlbares Wohnen" ein. Sara Kircher: „Ich werde mich dafür einsetzten, dass diesen Worten auch Taten folgen".

In einem Redebeitrag zu dem Antrag der SPD für einen Sozialausschuss im Marktgemeinderat äußert sich die linke Politikerin wie folgt: „In Zukunft wird es immer mehr dringliche, soziale Themen geben, die dann nicht mehr einfach in anderen Ausschüssen behandelt werden können."

Insgesamt war es ein spannender Abend, da auch der zweite und dritte Bürgermeister gewählt wurden. Hier wurde Felix Zosel (UBE) zweiter Bürgermeister und Manfred Bachmayer (Grünen) dritte Bürgermeister, obwohl Gerhard Wölfel (Freie Wähler) deutlich mehr Zustimmung der Bevölkerung bei den Wahlen bekam.