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Josephine Taucher

Treffen der LAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik

Gestern fand in Erlangen ein Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Selbstbestimmte Behindertenpolitik statt, für das Aktivist*innen aus ganz Bayern anreisten. Für uns haben Karola und Alexander Bujarski teilgenommen.

Die Begrüßung durch den Kreisverband übernahm Kreissprecherin Josephine Taucher. Da wir die Inhalte des Treffens natürlich der LAG selber überlassen, hier ein paar Ausschnitte aus ihrer kurzen Ansprache. So wies sie darauf hin, dass die Öffentlichkeit durchaus einen wichtigen Beitrag zu solchen Themen leisten kann:

„Schon bei den Protesten gegen das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG) 2018 hat man gesehen das öffentliche Empörung helfen kann, Gesetze zumindest im Sinne der Betroffenen etwas zu entschärfen“. Des Weiteren zeigte sie sich immer wieder verwundert über die Schwierigkeiten in Erlangen einen barrierefreien Veranstaltungsort zu finden. Behörden und/oder Krankenkassen würden häufig berechtigte Forderungen abweisen oder verzögern, so Taucher, dass sei nicht hinnehmbar, denn „Menschen mit Behinderung sind kein Kostenfaktor und kein Ballast“ und ist die Aufgabe der Linken das Wohl der Menschen wieder über Gewinne von Großkonzernen zu stellen.

In der Coronakrise sei mehr Aufmerksamkeit auf die Pflege gerichtet worden, aber außer Einmalzahlungen für Manche ist nicht viel passiert. „Deswegen fordern wir besser Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, diese nützen nicht nur den Beschäftigen, sondern auch den zu Pflegenden“, so Taucher weiter. Auch die häusliche Pflege, die immerhin 75% der Pflegearbeit ausmacht, werde zu gering geschätzt: „Auch Care-Arbeit ist Arbeit und muss endlich als solche anerkannt werden!“.

Zuletzt appellierte sie daran doch mehr mit Menschen mit Behinderung zu sprechen statt über diese und sie freue sich über die Impulse aus der LAG, die man auch gerne aufgreife.